Service · Zürich oder Google Meet

Buchhaltung automatisieren, ohne die Treuhand zu wechseln

Von Daniel Dmitriouk Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026 7 Min. Lesezeit
CHF 320
Zwei Stunden, ein Ablauf steht
3
Kategorien statt jeder Beleg von Hand
155
Tarifzeilen, automatisch gegengeprüft

Buchhaltung automatisieren heisst nicht, die Buchhaltung abzuschaffen. Es heisst, dass Belege und Rechnungen von selbst am richtigen Ort landen, und dass ein Mensch nur noch die Fälle anschaut, die wirklich unklar sind. Für ein kleines Schweizer Unternehmen sind das meistens zwei bis drei Handgriffe pro Woche statt zwei bis drei Stunden.

Ich baue solche Abläufe in Sessions von zwei Stunden, an deinen echten Belegen, nicht an einem Demo-Datensatz. Was hier steht, habe ich für ein Schweizer Treuhandbüro und für mein eigenes Studio gebaut, bevor ich es verkauft habe.

Was Buchhaltung automatisieren konkret heisst

Es sind drei Schritte, und nur einer davon ist das Problem.

1

Erfassen

Beleg rein, Daten raus. Betrag, Datum, Lieferant, MWST. Das lösen die meisten Tools heute schon halbwegs.

2

Zuordnen

Welcher Kunde, welches Projekt, welches Konto. Hier verschwindet die Zeit. Nicht beim Tippen, beim Entscheiden.

3

Prüfen

Stimmt der Betrag, der Tarif, die MWST. Wird meistens gar nicht gemacht, weil niemand Zeit hat.

Die meisten Firmen, die mich anrufen, glauben, sie brauchen eine neue Software. In neun von zehn Fällen brauchen sie Schritt zwei automatisiert und dürfen die Software behalten, die sie haben.

Wo bei Schweizer KMU die Zeit tatsächlich verschwindet

Seit Ende September 2022 sind die orangen und roten Einzahlungsscheine Geschichte. Alles läuft über die QR-Rechnung. Und das ist der Punkt, den fast niemand nutzt: im QR-Code stehen die Daten schon maschinenlesbar drin. Betrag, Referenz, Empfänger, alles strukturiert.

Trotzdem sitzen kleine Firmen jede Woche da, lesen den Betrag mit dem Auge vom Papier ab und tippen ihn in Bexio oder Banana ein. Die Daten waren die ganze Zeit da. Es hat nur nie jemand eingerichtet, dass sie ankommen.

Dasselbe bei den Kontoauszügen. Schweizer Banken liefern Auszüge im camt.053-Format, also strukturiert und automatisch verarbeitbar. Die meisten KMU laden stattdessen ein PDF herunter und vergleichen Zeile für Zeile.

Der ehrliche Teil: die Technik ist hier nicht das Problem. Das Format ist seit Jahren fertig. Es fehlt nur die eine Stunde, in der jemand den Ablauf einmal aufsetzt.

Der Ablauf, den ich für ein Treuhandbüro gebaut habe

Ein Treuhandbüro bekommt Rechnungen für viele verschiedene Mandanten. Die Arbeit ist nicht das Erfassen, sondern die Frage: zu wem gehört dieser Beleg. Wir haben das in drei Teilen gelöst.

1

QR-Daten auslesen und zuordnen

Die strukturierten Daten aus der QR-Rechnung werden gegen die Mandantenliste geprüft. Kein Abtippen, kein Suchen.

2

Dreifarbige Triage statt einer Ja-Nein-Entscheidung

Grün heisst sicher zugeordnet. Gelb heisst unklar, bitte anschauen. Grau heisst: das muss ein Mensch von Hand machen. Nur Gelb und Grau landen überhaupt auf einem Schreibtisch.

3

Tarife gegen die offizielle Tabelle prüfen

155 offizielle Tarifzeilen werden bei jedem Durchlauf automatisch gegengeprüft. Ein Test, der bei jeder Änderung neu läuft, damit stille Fehler auffallen.

Der wichtigste Teil ist der, an den niemand denkt: ich habe Tests gebaut, die prüfen, ob das System sich weigert. Wenn zwei Mandanten ähnlich heissen und die Zuordnung nicht eindeutig ist, muss der Automat sagen "ich weiss es nicht" und nicht raten. Ein Automat, der raten darf, ist in der Buchhaltung schlimmer als gar keiner.

Was dabei herauskommt

Die klaren Fälle laufen durch, ohne dass jemand hinschaut. Die unklaren kommen gebündelt und mit Begründung auf den Tisch. Der Mensch entscheidet weiterhin, aber nur noch dort, wo es etwas zu entscheiden gibt.

Was du nicht automatisieren solltest

Ich verkaufe hier zwei Stunden Automatisierung, und trotzdem ist das die Liste, die ich in jedem Vorgespräch durchgehe. Wer alles automatisiert, baut sich einen teuren Fehler.

Den Abschluss nicht. Da haftet jemand mit Namen. Das bleibt bei der Treuhand oder bei dir.

Die MWST-Abrechnung selbst nicht. Vorbereiten ja, absenden nein. Der Unterschied kostet im Fehlerfall mehr als die gesparte Stunde.

Nichts, wo eine Fehlbuchung teurer ist als die gesparte Zeit. Das ist die einzige Rechnung, die zählt. Bei zwanzig Belegen im Monat lohnt sich der Aufwand nicht. Bei zweihundert lohnt er sich ab der ersten Woche.

Bexio, Banana, Abacus: was das für dein Tool heisst

Die Automatisierung sitzt vor der Buchhaltungssoftware, nicht an ihrer Stelle. Du wechselst nichts. Du fütterst das, was du hast, mit saubereren Daten.

Bexio
Banana
Abacus
QR-Rechnung
camt.053

Bexio hat eine Schnittstelle, über die sich Belege und Rechnungen von aussen anlegen lassen. Ich benutze das selbst für die Rechnungen meines Studios. Banana arbeitet dateibasiert, was für Automatisierung sogar einfacher ist. Abacus ist das schwerere Ende und braucht mehr Vorarbeit, geht aber auch.

Wenn dein Treuhänder eine bestimmte Software vorschreibt: kein Problem. Das ist genau der Fall, für den dieser Ansatz gedacht ist.

Was das kostet und wie es abläuft

Zwei Stunden, CHF 320, in Zürich oder über Google Meet. Wir bauen den Ablauf live an deinen echten Belegen. Du gehst mit etwas raus, das läuft, nicht mit einem Konzept.

Davor gibt es ein kostenloses Vorgespräch, und darin sage ich dir auch, wenn sich der Aufwand bei deinem Volumen nicht lohnt. Das kommt vor.

Wenn du zuerst wissen willst, mit welchem KI-Tool du überhaupt arbeiten solltest: Claude oder ChatGPT für Schweizer KMU. Und wenn du das Werkzeug erst richtig aufsetzen willst, bevor du Abläufe baut: Claude einrichten.

Zwei Stunden, ab CHF 320

Lohnt sich das bei deinem Belegvolumen?

Das klären wir im kostenlosen Vorgespräch, bevor du irgendwas buchst.

Zürich oder Google Meet · CHF 320 für zwei Stunden

Häufige Fragen

Kann ich meine Buchhaltung damit ganz ohne Treuhand machen?

Nein, und das ist auch nicht das Ziel. Die Automatisierung übernimmt das Erfassen und Zuordnen. Der Abschluss und alles, wofür jemand haftet, bleibt bei deiner Treuhand oder bei dir. In der Praxis wird die Zusammenarbeit billiger, weil die Treuhand saubere Daten bekommt statt einer Schachtel Belege.

Ist das revDSG-konform, wenn Kundendaten durch eine KI laufen?

Es kann konform sein, aber nicht automatisch. Drei Dinge entscheiden: ein Geschäftskonto mit vertraglichen Zusagen statt eines Gratis-Accounts, ein passender Datenstandort, und eine aufgeschriebene Regel, welche Daten überhaupt hineindürfen. Vieles am Auslesen von QR-Rechnungen braucht ausserdem gar keine KI, sondern nur das Format richtig gelesen.

Funktioniert das mit Bexio?

Ja. Bexio hat eine Schnittstelle, über die Belege und Rechnungen von aussen angelegt werden können. Ich nutze das selbst für die Rechnungen meines Studios. Banana funktioniert dateibasiert und ist für Automatisierung sogar einfacher. Abacus geht auch, braucht aber mehr Vorarbeit.

Muss ich programmieren können?

Nein. In der Session beschreibst du, was herauskommen soll, und wir bauen es zusammen. Ich habe meine eigenen Abläufe so gebaut, ohne eine Zeile selbst zu tippen.

Ab welchem Volumen lohnt sich das?

Grob: ab etwa hundert Belegen im Monat merkst du es sofort, darunter musst du rechnen. Bei zwanzig Belegen im Monat sage ich dir im Vorgespräch, dass es sich nicht lohnt.

Was kostet es und wie lange dauert es?

CHF 320 für zwei Stunden, in Zürich oder über Google Meet. In dieser Zeit steht ein Ablauf, der an deinen echten Belegen läuft. Das Vorgespräch davor ist kostenlos.

DD
Daniel Dmitriouk
Ich baue Automationen und KI-Workflows für kleine Schweizer Firmen, in Sessions von zwei Stunden, in Zürich oder über Google Meet. Vorher zwölf Jahre Studios geführt, sechs davon im Lucky Punch. Die Systeme, die ich verkaufe, habe ich zuerst für mein eigenes Geschäft gebaut, weil ich sie selbst gebraucht habe.
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