Claude einrichten, so dass es am Montag noch benutzt wird
Claude einrichten heisst nicht, ein Abo zu kaufen und den Chat zu öffnen. Es heisst: ein Projekt mit deinem echten Kontext, zwei oder drei wiederkehrende Abläufe fest verdrahtet, und eine aufgeschriebene Regel, welche Daten hineindürfen. Das ist der Unterschied zwischen einem Tool, das nach zwei Wochen brachliegt, und einem, das dir Stunden spart.
Ich mache das in Sessions von zwei Stunden, an deinem Rechner und deinem echten Projekt. Was hier steht, benutze ich selbst jede Woche.
Warum die meisten Claude-Accounts nach zwei Wochen brachliegen
Der Ablauf ist fast immer derselbe. Jemand kauft ein Abo, öffnet einen leeren Chat, stellt eine allgemeine Frage, bekommt eine allgemeine Antwort und denkt: das kann ich auch selber schreiben. Zwei Wochen später ist der Tab zu.
Das Problem ist der leere Chat. Ein Modell, das nichts über deine Firma, deinen Ton, deine Dateien und deine Regeln weiss, kann nur Durchschnitt liefern. Die Arbeit steckt nicht im Fragen. Sie steckt darin, einmal aufzuschreiben, was das Ding wissen muss.
Leerer Chat, jede Woche dieselben Anweisungen neu tippen, jedes Mal ein leicht anderes Ergebnis. Am Ende ist das Prüfen und Korrigieren länger als es selbst zu machen.
Ein Projekt, das deinen Kontext kennt, und ein Ablauf, den du mit einem Satz abrufst. Gleiches Ergebnis, jedes Mal, ohne dass du erklären musst, wer du bist.
Die drei Dinge, die beim Einrichten zählen
Ein Projekt mit echtem Kontext, kein leerer Chat
Deine Dokumente, dein Tonfall, deine Regeln, einmal an einem Ort. Danach musst du nicht mehr bei jeder Anfrage von vorne erklären, was deine Firma macht.
Wiederkehrende Abläufe fest verdrahten
Ein Ablauf, den du jede Woche machst, wird einmal richtig aufgeschrieben und danach nur noch abgerufen. Das ist der ganze Trick. Nicht bessere Prompts, sondern derselbe Prompt, der nicht jede Woche neu erfunden wird.
Eine Regel, welche Daten hineindürfen
Aufgeschrieben, eine halbe Seite, nicht im Kopf. Wenn niemand aufgeschrieben hat, welche Daten hineindürfen, entscheidet das im Alltag jeder selbst.
Ein Beispiel, das ich jede Woche selbst benutze
Ich schneide einen fertigen Instagram-Reel in fünf Minuten. Untertitel gesetzt, auf den Takt geschnitten, gebrandet, exportiert. Vorher hat mich derselbe Reel eine Stunde gekostet.
Ich lege den Clip in einen Ordner und schreibe einen Satz. Der Ablauf transkribiert, findet die Schnittstellen, setzt wortgenaue Untertitel, rendert das gebrandete 9:16-Video und legt drei Varianten für die Caption daneben.
Das ist keine Demo. Das läuft seit Monaten, für meine eigenen Reels und für Leute aus den Sessions. Ein UI/UX-Experte, mit dem ich eine Session gemacht habe, benutzt denselben Ablauf inzwischen für seine eigenen Inhalte. Er hat vorher auch eine Stunde gebraucht.
Wichtig für die Einordnung: ich habe dafür keine Zeile Code selbst getippt. Ich habe beschrieben, was herauskommen soll, und getestet, ob es stimmt.
Claude Code, auch wenn du nicht programmierst
Der Teil, der bei fast allen fehlt. Die meisten kennen Claude nur als Chatfenster im Browser. Claude Code läuft auf deinem Rechner, sieht deine Dateien und darf Dinge tatsächlich ausführen. Das ist der Unterschied zwischen einer Antwort und einem Ergebnis.
Es sieht nach einem Werkzeug für Entwickler aus, und es wird auch so vermarktet. In der Praxis ist es der Teil, mit dem eine Ordnerstruktur aufgeräumt wird, ein Bericht jeden Monat automatisch entsteht oder aus einem Ordner Videos fertige Reels werden. Nichts davon ist Programmieren im klassischen Sinn.
Was du in den ersten zwei Wochen nicht machen solltest
Nicht das ganze Team gleichzeitig onboarden. Eine Person richtet es richtig ein und zeigt einen Ablauf, der funktioniert. Danach wollen die anderen von selbst.
Nicht zehn Abläufe gleichzeitig. Einer, der wirklich läuft, ist mehr wert als zehn halbe. Zehn halbe sind der Grund, weshalb Leute glauben, es funktioniere nicht.
Keine Kundendaten hineinwerfen, bevor die Regel steht. Das ist die Reihenfolge, nicht ein Detail für später.
Nicht das Modell wechseln, weil ein Post sagt, das andere sei besser. Der Unterschied zwischen den Modellen ist kleiner als der Unterschied zwischen aufgesetzt und nicht aufgesetzt.
revDSG: die halbe Seite, die du aufschreiben musst
Zwei Sätze, die beide stimmen: kein Tool ist von sich aus revDSG-konform. Und: beide grossen lassen sich konform einsetzen. Entscheidend ist nicht das Logo, sondern wie du es aufsetzt.
Drei Dinge zählen: ein Geschäftskonto mit vertraglichen Zusagen statt eines Gratis-Accounts, ein passender Datenstandort, und eine interne Regel, welche Daten überhaupt hineindürfen. Beim Datenstandort gibt es für Schweizer Firmen einen konkreten Punkt: Claude läuft über die API mit Datenstandort-Optionen in der EU, zusätzlich auf Amazon Bedrock in eu-central-2 und auf Google Vertex AI in europe-west6. Beide Regionen stehen in Zürich. Das gilt für die API-Nutzung, nicht automatisch für die normale Chat-App im Browser.
Den ganzen Vergleich inklusive der Frage, wo ChatGPT gewinnt, habe ich hier aufgeschrieben: Claude oder ChatGPT für Schweizer KMU.
Ablauf und Preis
Zwei Stunden, CHF 320, in Zürich oder über Google Meet. Dein Rechner, dein echtes Projekt. Am Ende der zwei Stunden läuft ein Ablauf, den du danach selbst benutzt.
Davor gibt es ein kostenloses Vorgespräch. Darin klären wir, welcher deiner Abläufe sich überhaupt lohnt, und ich sage dir auch, wenn ich glaube, dass du die Session nicht brauchst.
Wenn du einen konkreten Ablauf im Kopf hast, statt allgemein anzufangen: Buchhaltung automatisieren ist der, nach dem am häufigsten gefragt wird.
Welcher deiner Abläufe lohnt sich zuerst?
Das klären wir im kostenlosen Vorgespräch, bevor du irgendwas buchst.
Zürich oder Google Meet · CHF 320 für zwei Stunden
Häufige Fragen
Reicht der Gratis-Account von Claude?
Zum Ausprobieren ja, für echte Arbeit nicht. Sobald du längere Dokumente, mehrere Abläufe oder Claude Code nutzen willst, brauchst du ein Bezahl-Abo. Für ein KMU liegen die Lizenzkosten pro Person im Bereich einer Handvoll Franken pro Monat, also deutlich unter dem, was eine falsch aufgesetzte Woche kostet.
Muss ich programmieren können, um Claude so zu nutzen?
Nein. Ich habe meinen eigenen Reel-Ablauf mit Claude gebaut, ohne eine Zeile selbst zu tippen. Claude schreibt den Code, ich sage, was herauskommen soll, und teste das Ergebnis. Genau das machen wir in der Session an deinem Projekt.
Claude oder ChatGPT, was soll ich nehmen?
Claude, wenn es präzise sein muss, bei Code, langen Dokumenten und wiederkehrenden Abläufen. ChatGPT, wenn ein ganzes Team es schon kennt oder du Bild und Sprache in einem Fenster brauchst. Viele Teams fahren beide. Den ausführlichen Vergleich habe ich separat aufgeschrieben.
Wo werden meine Daten verarbeitet?
Über die API gibt es Datenstandort-Optionen in der EU. Claude läuft ausserdem auf Amazon Bedrock in der Region eu-central-2 und auf Google Vertex AI in europe-west6, beide in Zürich. Wichtig: das gilt für die API-Nutzung, nicht automatisch für die normale Chat-App im Browser.
Was passiert konkret in den zwei Stunden?
Wir richten Claude auf deinem Rechner ein, legen ein Projekt mit deinem echten Kontext an, und verdrahten einen Ablauf, den du wirklich jede Woche machst. Am Ende läuft dieser eine Ablauf. Kein Konzept, kein Foliensatz.
Was kostet es?
CHF 320 für zwei Stunden, in Zürich oder über Google Meet. Das Vorgespräch davor ist kostenlos, und darin sage ich dir auch, wenn ich glaube, dass du die Session nicht brauchst.