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Case Study · Web-App

Portfolio Radar: ein privater Newsroom für ein Aktiendepot

Ein Privatanleger will wissen, was in seinem Depot passiert, ohne den ganzen Tag Nachrichten zu lesen. Die Radar liest rund um die Uhr Nachrichten und offizielle Quellen, prüft jede Meldung gegen und erklärt ihm jeden Morgen um 8 Uhr, was davon zählt.

10+Quellen, alle gratis
08:00Briefing jeden Morgen
~CHF 10Betriebskosten pro Monat
2 Tagebis die erste Version lief
Drei Handys mit Briefing, Chart und bestätigten Meldungen der Portfolio Radar

Alle Bilder zeigen ein Demo-Depot. Die echten Positionen des Kunden bleiben privat.

Die Ausgangslage

Hunderte Schlagzeilen am Tag, fünf davon zählen

Ein breites Depot heisst jeden Tag Hunderte Schlagzeilen, auf Englisch und Deutsch. Viele davon sind Wiederholungen, Clickbait oder alte Geschichten mit neuem Datum.

Wichtig sind die wenigen, die wirklich etwas ändern: eine Klage, ein Regulator, ein grosser Insider-Kauf. Die Frage war, wie man genau die findet, ohne den ganzen Tag Nachrichten zu lesen.

Was die Radar kann

Sieben Funktionen, ein Bildschirm pro Frage

01

Das Morgen-Briefing

Jeden Morgen um 8 Uhr schreibt Claude ein Briefing auf Deutsch: eine Schlagzeile, eine kurze Zusammenfassung und für jede Position eine Ampel, Vorsicht, Beobachten oder Halten. Ein Tipp auf Play, und die App liest es vor. Die Kurzfassung kommt zusätzlich per Telegram aufs Handy.

  • Pro Position: was passiert ist, warum es zählt und das grösste Risiko
  • Einordnung des KGV und die Sicht internationaler und Schweizer Medien
  • Vorlesen mit einer deutschen Stimme, direkt im Browser
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Startseite mit Tagesbriefing und Ampeln
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Das ausführliche Briefing
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Das ganze Depot auf einen Blick

Alle Positionen nach Thema gruppiert: KI & Tech, Schweizer Blue Chips, Gold & Krypto. Pro Wert die Tagesbewegung, das KGV und unsere Einschätzung. Ein Farbbalken pro Thema zeigt sofort, wo es gerade brennt.

Ein Tipp auf eine Position öffnet alles auf einem Bildschirm: Kurs, Bewertung, Kursziele der Banken, Insider-Trades und die eigene Position.

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Positionen nach Thema gruppiert
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Detailseite einer Aktie
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Wie eine Meldung bestätigt wird

Dieselbe Geschichte erscheint oft in zehn Medien und drei Sprachen. Die Radar fasst sie zu einem Ereignis zusammen und gibt ihm einen Status:

  • Offiziell: die Firma selbst oder eine Behörde hat es veröffentlicht, etwa in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC.
  • Bestätigt: mindestens zwei unabhängige, seriöse Quellen berichten es.
  • Unbestätigt: bisher nur eine Quelle.
  • Fraglich: die offizielle Gegenprobe fehlt. Eine Meldung zu Quartalszahlen braucht innerhalb von 5 Tagen den passenden SEC-Bericht, sonst wird sie nie zur Warnung.

Content-Farmen fliegen direkt raus, und wer nur abschreibt, zählt nie als Bestätigung. So hat die Radar eine alte Meldung vom Juli erkannt, die ein News-Aggregator mit neuem Datum als frisch verbreitet hat. Statt einer Warnung bekam sie den Status Fraglich.

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Meldungen mit Status Bestätigt und Unbestätigt
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Ereignisse mit Quellen und Dringlichkeit
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Warnungen nur, wenn es wirklich zählt

Eine Klage, ein Regulator, ein Abgang in der Geschäftsleitung, ein grosser Insider-Kauf: das geht sofort aufs Handy. Alles andere wartet aufs Briefing. Die Regeln stehen im Code, nicht in einem Prompt:

  • Insider-Käufe ab 100'000 Dollar durch Geschäftsleitung oder Verwaltungsrat
  • Klagen nur, wenn die Firma Hauptbeklagte ist und es um Wertpapiere, Behörden oder Kartellrecht geht
  • Seriöse Quellen warnen sofort, alles andere wartet auf eine zweite, unabhängige Quelle
  • Kursbewegungen lösen nie eine Warnung aus. Höchstens 2 pro Position und 12 pro Tag

Die erste Version der Regeln hätte in drei Tagen 22 Warnungen verschickt, 8 davon nur wegen Kursbewegungen. Nach dem Feinschliff an echten Daten waren es 9, alle echte Ereignisse.

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Seite mit den Warnungen der letzten 7 Tage
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Charttechnik für jede Position

Ein vollständiger TradingView-Chart mit fünf Jahren Tageskursen. Gleitende Durchschnitte, RSI, MACD, Bollinger-Bänder und eine gestrichelte Linie beim eigenen Einstandspreis. Quartalszahlen, Analysten-Änderungen, Insider-Trades, Klagen und Radar-Meldungen erscheinen direkt als Marker im Chart.

Darunter KGV und Free-Cashflow-Rendite als eigene Kurven. Berechnet aus den offiziellen SEC-Berichten und vor dem Einsatz Quartal für Quartal gegen Yahoo Finance geprüft.

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TradingView-Chart mit Einstandspreis und Markern
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Was danach geschah

Die Radar erkennt sieben Chart-Signale, etwa RSI unter 30, ein Golden Cross oder den Kurs über der 200-Tage-Linie. Für jedes Signal zeigt sie, was genau diese Aktie in den letzten fünf Jahren danach gemacht hat: wie oft sie einen Monat später im Plus war und der Median nach einem und nach drei Monaten.

  • Eine Episode zählt nur einmal, mit 20 Tagen Abstand
  • Unter 5 Fällen gibt es keine Aussage
  • Die statistische Bandbreite zeigt nur die Schwankung der Aktie, keinen Trend

Ein früher Entwurf schrieb vergangene Renditen fort und hätte für eine Chip-Aktie ein Plus-Szenario von 560 % gezeigt. Das ist eine Prognose im Kostüm einer Statistik. Seither zeigt die Bandbreite nur die Schwankung: keine Prognose, keine Empfehlung.

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Was nach einem Signal geschah, mit Trefferquote
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Statistische Bandbreite für 3, 6 und 12 Monate
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Depot und Bank-Import

Wert, Gewinn und Verlust in Franken, mit dem Währungseffekt separat ausgewiesen. Mit einem Tipp nach Chart-Signal filtern oder nach Gewinn sortieren.

Aktualisieren dauert Sekunden: Export aus dem E-Banking, importieren, Vorschau prüfen, fertig. Die Positionen werden über die ISIN zugeordnet. Beim ersten Abgleich lagen fast alle Werte auf 0,03 % genau bei der Bank.

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Depot mit Wert und Gewinn in Franken
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Positionen mit RSI-Filter
Die Methode

KI für Sprache, Code für Entscheidungen

Ein Sprachmodell soll nicht entscheiden, was eine Warnung wert ist. Deshalb ist die Arbeit in drei Schritte geteilt.

01

Ein günstiges Modell sortiert

Pro Schlagzeile beantwortet ein kleines KI-Modell vier feste Fragen: Art des Ereignisses, wirklich über diese Firma, Dringlichkeit von 0 bis 3, Tendenz. Kosten: rund 1 Rappen für 340 Schlagzeilen.

02

Code entscheidet

Schwellen, Daten, Zählen, Gegenproben und Warnregeln sind Python, nicht KI. Getestet an 330 echten Schlagzeilen und 10 eingeschleusten Testfällen, bevor eine Zeile App-Code entstand: 10 von 10 richtig erkannt.

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Claude schreibt

Das grosse Modell kommt nur für Sprache zum Einsatz: das Briefing und die Warntexte, mit einem festen Antwortschema. Der Wechsel auf ein günstigeres Modell halbierte die Kosten, nachdem die Qualität an denselben Daten geprüft war.

Die Quellen

Was die Radar wie oft liest

Yahoo Finance Nachrichten pro Aktiealle 15 Min.
Google News (EN, DE, CH), Seeking Alpha, Nasdaq, FT, CNBC, MarketWatch, NZZ, finewsalle 30 Min.
Kurse und Wechselkursealle 5 Min. zu Börsenzeiten
KGV und Analysten-Konsensstündlich
SEC: Insider-Trades (Form 4) und Firmenberichte (8-K, 6-K)stündlich
Neue US-Bundesklagen (CourtListener)alle 3 Std.
Rating- und Kursziel-Änderungen der Bankenalle 3 Std.
Briefing auf Deutsch, per Telegramtäglich 08:00

Alle Quellen sind gratis. Die Ampeln sind eine Einschätzung für den Kunden, keine Anlageberatung.

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